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ALTE PFADE
Ein Roman über
das, was bleibt.

„Alte Pfade" erzählt von Tochter und Vater auf ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer – durch die raue Wildnis Schottlands, aber auch durch die Wildnis ihrer Herzen.

ALTE PFADE

Ein Roman über Vater und Tochter, Familie, Erinnerung und Abschied – eine bewegende Wanderung durch die schottischen Highlands.

Woher kam die Idee zu deinem Roman „Alte Pfade“? Wie hast du zu Liliane, deiner Protagonistin, und dem Setting in den schottischen Highlands gefunden?

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Ich weiß sehr vieles nicht über meinen 89-jährigen Vater. Nur das Wenige, was er mir als Kind erzählt hat:  wie er am Ende des Krieges mit seinem kleinen Bruder und seinen Eltern aus dem zerstörten Potsdam nach Hamburg gelaufen ist; oder wie er als junger Architekturstudent in den Sechzigerjahren quer durch Schottland gewandert ist. Als Jugendliche habe ich nicht verstanden, was das in ihm hinterlassen hat. Mit den Jahren ist mein Bedürfnis stetig größer geworden, zu erfahren: Wer ist eigentlich mein Vater? Was hat ihn geprägt? Wie sieht er mich als Tochter? Sind wir uns wirklich nah? Und was habe ich Kostbares von ihm gelernt, das ich erst jetzt erkenne?

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»Unbedingt lesen […]. Ein bewegender Roman, der zeigt: Für Annäherung ist es nie zu spät.«
DONNA

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Als Liliane von ihrem ersten Urlaub nach der Scheidung zurückkommt, erreicht sie ein Anruf aus einem Krankenhaus in Schottland: Ihr 89-jähriger Vater ist allein in die Highlands gereist und hat in der Wildnis einen Herzinfarkt erlitten. Noch in Strandschuhen und T-Shirt fährt Liliane ihm nach, um ihn nach Hause zu holen. Doch ihr geschwächter Vater will nur eines: bis zur nördlichsten Spitze Schottlands laufen, wie damals als junger Student. Liliane sieht keine andere Möglichkeit, als ihn zu begleiten. Gemeinsam brechen Vater und Tochter in die alten Pfade der Highlands auf. Sie übernachten in Feldsteinhütten, werden von Unwettern überrascht und sprechen zum ersten Mal über die dramatische Familiengeschichte – die Kriegskindheit des Vaters in Potsdam, den frühen Tod seiner Frau, Lilianes Mutter. Während der einst so starke Mann sich auf seine Tochter stützen muss, erkennt Liliane, wie sehr die Härte ihres Vaters ihre Beziehungen zu Männern und das Verhältnis zu ihrem Sohn geprägt hat. Der letzte Weg des Vaters wird für seine Tochter zu einem Aufbruch. Ein atmosphärisch dichter und einfühlsamer Roman über die Neubegegnung zweier Menschen, die sich lange fern waren.

In „Alte Pfade“ geht es um eine Neubegegnung, aber auch um das Abschiednehmen. Inwiefern sind diese scheinbar widersprüchlichen Themen in deinem Roman miteinander verbunden?

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In „Alte Pfade“ lernt Liliane ihren Vater während ihrer herausfordernden Wanderung durch die Wildnis Schottlands noch einmal neu kennen. Der früher so starke, unverwüstliche Mann ist plötzlich auf ihre Hilfe angewiesen. Mit einem Mal erkennt sie seine Verletzlichkeit, seine Zärtlichkeit, seine tiefe Liebe zu ihr und wie viel Zeit sie rückblickend miteinander verpasst haben. Auf ihrem gemeinsamen Weg durchleben beide noch einmal die Wendepunkte ihrer Vergangenheit. Sie kommen sich näher und wissen beide, dass diese Zeit ein Geschenk ist, das zugleich einen Abschied bedeutet.

Warum war es dir wichtig, eine Vater-Tochter-Beziehung in den Vordergrund deines neuen Romans zu stellen?

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Die Vater-Tochter-Beziehung ist in der Literatur seltsam selten – verglichen zumindest mit allem, was über Töchter und Mütter geschrieben wurde. Dabei stellen wir uns, gerade jetzt, so viele Fragen darüber, wer wir als Frauen sein wollen. Aber kaum jemand fragt: Wer waren die Väter, die uns ins Leben begleitet haben? Was haben sie uns mitgegeben – bewusst oder unbewusst? Was wünschen sie sich für uns? Beim Schreiben von „Alte Pfade" ist mir klar geworden, wie stark ich mich als Mädchen, aber auch als Frau nach den Prinzipien meines Vaters ausgerichtet hatte – das wird auch meiner Protagonistin Liliane bewusst.

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Inwiefern schöpfst du beim Schreiben aus deiner eigenen oder aus der Geschichte deiner Familie? Gibt es in „Alte Pfade“ auch wieder Elemente, die auf wahre Begebenheiten beruhen?

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Beim Schreiben schöpfe ich aus meiner eigenen Familiengeschichte. Viele meiner Bücher spielen in den Territorien meiner Kindheit – dort liegt für mich die tiefste Emotionalität verborgen. Zwischen Bücherregalen, Küche und Garten spiegeln sich oft komplexe Familienmuster, die wir alle kennen und versuchen zu verstehen. Für „Alte Pfade" bin ich hoch nach Schottland gereist und die Wege nachgelaufen, die mein Vater als Student gegangen ist. Ich wollte sehen, wer er hatte sein wollen – jenseits seiner kindlichen Kriegserlebnisse, jenseits der gesellschaftlichen Erwartungen an ihn als Mann.

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